Allgemeine Informationen

Eine Freiwillige Feuerwehr (offizielle Abkürzung in Deutschland, Österreich und Südtirol ist FF) ist eine öffentliche Feuerwehr, die sich hauptsächlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern, mitunter auch einigen hauptamtlichen Kräften (z. B. für den Rettungsdienst etc.) zusammensetzt. Im Gegensatz dazu besteht eine Berufsfeuerwehr (BF) aus rein hauptamtlichen Einsatzkräften.

Das Feuerwehrwesen in Österreich ist Angelegenheit der einzelnen Bundesländer. Dementsprechend sind auch die Organisationsformen in den einzelnen Bundesländern verschieden. Während zum Beispiel in Kärnten die Ortsfeuerwehr als Hilfsorgan der Gemeinde untersteht, ist in Niederösterreich und dem Burgenland jede einzelne Freiwillige Feuerwehr als Körperschaft des öffentlichen Rechts eine juristische Person.[1] Dazwischen sind verschiedene Modelle möglich. Alle Feuerwehren die für den öffentlichen Brandschutz zur Verfügung stehen, sind im Feuerwehrregister angeführt.

Hingegen ist jede Gemeinde nach dem jeweiligen Feuerpolizei- oder Feuerwehrgesetz verpflichtet den örtlichen Brandschutz und Gefahrenschutz auszuführen. Die einzelnen Feuerwehren sind eigenständig und müssen sich an die jeweiligen Landesgesetze und Dienstordnungen der Landesfeuerwehrverbände halten. Diese Verbände unterstützen die einzelnen Feuerwehren in der Ausbildung und Ausrüstung. Außerdem werden Dienstanweisungen und Standards bezüglich Ausrüstung, Bekleidung, usw. vorgegeben. Nach dem Motto „Wer zahlt, schafft an“ weichen aber einzelne Feuerwehren bedingt von diesen Vorgaben ab. Für die Feuerwehren gibt es verschiedene Organisationsformen.

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Leistungsbewerb

Feuerwehrleistungsbewerbe sind Wettbewerbe oder Wettkämpfe innerhalb der österreichischen Feuerwehrorganisationen, die einerseits zur sportlichen Ertüchtigung, andererseits zur Übung und Festigung von in der Feuerwehr üblichen Handgriffen dient. Dazu gibt es verschiedenste Bewerbsarten in den einzelnen Bundesländern.

Je nach dem Ausbildungsziel werden die Wettbewerbe vorrangig nach der erzielten Zeit oder vorrangig nach der Genauigkeit beim Arbeiten durchgeführt. Die Bewertung erfolgt dann entsprechend nach Sekunden oder mit Gut- bzw. Minuspunkten. Es kann auch das Alter mit Punktebewertung mit in das Ergebnis einfließen, so dass auch ältere Teilnehmer zur Teilnahme motiviert und nicht benachteiligt werden.

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Leistungsbewerb, Bronze – Silber

Bronze und Silber

Beim Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze oder in Silber müssen Löschgruppen mit neun Mann ein bestimmtes Ziel erreichen. Der Bewerb besteht aus zwei Teilen. Beim ersten Teil ist ein Löschangriff durchzuführen, wobei die komplette Löschleitung vom Saugkopf bis zum Strahlrohr aufzubauen ist. Der zweite Teil ist ein Staffellauf der gesamten Gruppe, wobei ein Mann nicht mitlaufen muss. Jeder Kamerad muss seine festgelegten Handgriffe durchführen. Bewertet wird die Zeit und die jeweiligen Fehler bei der Ausführung.

Der Unterschied zwischen Bronze und Silber ist der, dass beim Bronze-Bewerb jeder Teilnehmer vorher weiß, welche Funktion er in der Gruppe durchführen muss, während beim Silber-Bewerb die Tätigkeit innerhalb der Gruppe unmittelbar vorher durch das Losverfahren entschieden wird.

Um auch älteren Kameraden die Möglichkeit mitzumachen zu geben, gibt es auch Wertungen mit Alterspunkten.

Die genauen Regeln können zwar länderspezifisch etwas schwanken, die Grundregeln sind jedoch gleich und sind sogar international als Teil der alle vier Jahre stattfindenden Feuerwehrolympiade so übernommen worden.

Bei diesen Bewerben bekommen einerseits alle teilnehmenden Kameraden, die mit ihren Gruppen bestimmte Leistungsgrenzen überschreiten das Leistungsabzeichen. Andererseits gibt es noch jeweils Gruppensieger die noch zusätzlich einen Pokal oder eine andere Auszeichnung wie das Goldene Strahlrohr o.a. erhalten.

Diese Bewerbe finden jeweils im einzelnen Bezirk und im Bundesland statt. Für die Teilnahme an Landesbewerben ist aber keine Qualifikation auf Bezirksebene notwendig. Alle fünf Jahre finden Bundesbewerbe statt, an denen aber nur die Sieger teilnehmen.

Die Bewerbe stehen jeweils der Ausführungsebene entsprechend unter der Leitung des Bezirkskommandos, Landes- oder Bundesfeuerwehrverbandes, während die Organisation bei den jeweils durchführenden Feuerwehren liegt.

Gold

Gold erhält man nachdem einer 3 mal Bronze und dan 3 mal Silber angeträten ist.

Video

Video 2

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Atemschutzleistungsprüfung

Ziel:
Das Ziel dieser Leistungsprüfung ist die Erhaltung und Steigerung des guten Ausbildungsstandes der Atemschutzgeräteträger.
Hierbei ist nicht nur Schnelligkeit das Wichtigste, sondern es betrifft vor allem die richtige Anwendung und flinkes Handeln.

Mit diesem Abzeichen wurde ein sehr wichtiger Motivationsstein gelegt, sich speziell diesem wichtigen Thema zu widmen.

Für die Durchführung der Leistungsprüfung war Herr BI Maileitner Hannes sowie sein Bewerterstab vom Bezirksfeuerwehrkommando zuständig.
Herr BI Maileitner Hannes hob die sehr gute Vorbereitung der jeweiligen Trupps besonders hervor und war auf die hervorragenden Leistungen der Kameraden sehr stolz und äußerst zufrieden.
Von den 16 Trupps, die für das Bronzene Leistungsabzeichen angetreten waren, bestand leider ein Trupp die Leistungsprüfung nicht.

Bei der Stufe in Silber haben ALLE 8 Trupps ihr Ziel erreicht und die Leistungsprüfung zur Zufriedenheit abgelegt.

Die Aufteilung der Truppfunktionen eines jeden Atemschutztrupps ist in der Wertung Bronze fix.
Ausgenommen: Nur in Silber werden Truppfunktionen gelost.

Die Atemschutzträger mussten ihr Können an 4 Stationen unter Beweis stellen.

Station 1: Geräteaufnehmen
Vorbereitung der Geräte, Einsatzkurzprüfung und richtiges Aufnehmen der Schutzausrüstung (inkl. der Schutzjacke) und des Atemschutzgerätes
Station 2: Praktische Einsatzübung
Einsatzmäßige Belastung unter Atemschutz, Eigenkontrolle, gemeinsamer und
richtiger Vor- und Rückmarsch, Rückmeldung, ordnungsmäßiges Ablegen der
Geräte
Zusätzlich in Silber:
Suche und Abtransport aus dem Gefahrenbereich einer „bewusstlosen Person“ (Übungspuppe)
Station 3: Pflege und Wartung des Atemschutzgerätes
Wechseln der Atemschutzflasche(n), Durchführen der Hochdruckdichtprüfung,
Erklärungen zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft des Atemschutzgerätes mit Lungenautomat, Atemschutzmaske und der Prüfung derselben, tatsächliche Luftverbrauchsberechnung

Station 4: Schriftliche Prüfung
Aus dem vorliegenden Fragenkatalog hat jeder Bewerber eingenständig
30 Fragen zu beantworten.
In Silber: 40 Fragen zu beantworten

Bei allen 4 Stationen standen jedem Truppmitglied 200 Stammpunkte zur Verfügung.
Bei fehlerhafter Lösung der gestellten Aufgabe erfolgte ein Punkteabzug, der im Wertungsblatt eingetragen wurde.
Der Atemschutztrupp hat die Leistungsprüfung bestanden, wenn jedes Truppmitglied bei jeder Station mindestens 100 von den möglichen 200 Punkten erreicht hat.
In Silber:
Der Atemschutztrupp hat die Leistungsprüfung bestanden, wenn jedes Truppmitglied bei jeder Station mindestens 130 der möglichen 200 Punkte erreicht hat.


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Dienstgrade bei der Feuerwehr in Kärnten

Mannschaftsdienstgrade

Dienstalter Funktion
Dgrd pfm.noe.svgProbefeuerwehrmann (PFM)   aktiver Dienst
Dgrd fm.noe.svgFeuerwehrmann (FM) 1 Jahr Dienst
+Angelobung
aktiver Dienst
Dgrd ofm.noe.svgOberfeuerwehrmann (OFM) 6 Jahre Dienst aktiver Dienst
Dgrd hfm.noe.svgHauptfeuerwehrmann (HFM) 12 Jahre Dienst aktiver Dienst

Chargendienstgrade

   
Dgrd lm.noe.svgLöschmeister (LM) mind. 3 Jahre Dienst Gruppenkommandant
Dgrd olm.noe.svgOberlöschmeister (OLM) mind. 6 Jahre LM Gruppenkommandant
Dgrd hlm.noe.svgHauptlöschmeister (HLM) mind. 12 Jahre LM Gruppenkommandant
Dgrd bm.noe.svgBrandmeister (BM) zuvor mind. LM Zugskommandant
Dgrd obm.noe.svgOberbrandmeister (OBM) mind. 6 Jahre BM Zugskommandant
Dgrd hbm.noe.svgHauptbrandmeister (HBM) mind. 12 Jahre BM Zugskommandant

Verwaltungsdienstgrade

   
Dgrd vw.jpgVerwalter (V)   Gerätewart, Schriftführer, Kassier, Kameradschaftsführer
Dgrd ovw.ktn.jpgOberverwalter (OV) mind. 6 Jahre V wie Verwalter
Dgrd hvw.ktn.jpgHauptverwalter (HV) mind. 12 Jahre V wie Verwalter

Offiziersdienstgrade

   
Dgrd bi.noe.svgBrandinspektor (BI)   Kommandantstellvertreter einer Betriebsfeuerwehr,
Ortsfeuerwehr oder Stützpunktfeuerwehr der Rangordnung III
Dgrd obi.noe.svgOberbrandinspektor (OBI)   Kommandant einer Betriebsfeuerwehr, Ortsfeuerwehr oder
Stützpunktfeuerwehr der Rangordnung III sowie
Kommandantstellvertreter einer Stützpunktwehr der Rangordnung I oder II
Dgrd hbi.noe.svgHauptbrandinspektor (HBI)   Kommandant einer Stützpunktfeuerwehr der Rangordnung I oder II,
Gemeindefeuerwehrkommandant,
Abschnittsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter, Landesbeauftragter
Dgrd farzt.noe.svgFeuerwehrarzt (FA)   Arzt im Feuerwehrdienst
Dgrd fkur.noe.svgFeuerwehrkurat (FKUR)   Geistlicher im Feuerwehrdienst

Höhere Offiziersdienstgrade

   
Dgrd abi.noe.svgAbschnittsbrandinspektor (ABI)   Kommandant eines Abschnittes
Dgrd br2.noe.svgBrandrat (BR)   Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter
Dgrd obr.noe.svgOberbrandrat (OBR)   Bezirksfeuerwehrkommandant

Stabsoffiziere

   
Dgrd lbdstv.noe.jpgLandesbranddirektor-Stv. (LBDStv.)   Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter
Dgrd lbd.noe.jpgLandesbranddirektor (LBD)   Landesfeuerwehrkommandant
Dgrd lfarzt.noe.svgLandesfeuerwehrarzt (LFA)   Arzt im Landesfeuerwehrkommando
Dgrd lfkur.noe.svgLandesfeuerwehrkurat (LFKur)   Geistlicher im Landesfeuerwehrkommando

 

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Organisationsformen

Freiwillige Feuerwehr

In ganz Österreich sind über 300.000 Männer und Frauen Mitglieder in einer Freiwilligen Feuerwehr eingeschrieben. Gemeinden, die aus mehreren Orten bestehen, verfügen meist nicht nur über eine Feuerwehr, sondern auch in den vielen Katastralgemeinden oder Orten existieren Feuerwehren. Meistens sind diese Feuerwehren eigenständig, nur in wenigen Fällen sind in räumlich getrennte Feuerwehrhäusern sogenannte Abgesetzte Züge, die organisatorisch in einer Hauptfeuerwehr integriert sind. Somit ist dieser Typ von Feuerwehr, bei dem alle Mitglieder freiwillig und damit unentgeltlich mitarbeiten, eine der tragenden Säulen des österreichischen Feuerwehrwesens.

Die Gründung von Freiwilligen Feuerwehren geht in Österreich auf die 1860er Jahre zurück. Als erste Freiwillige Feuerwehr in der gesamten damaligen Monarchie gilt die im Jahr 1851 vom pensionierten Offizier Ferdinand Leitenberger im böhmischen Reichstadt gegründete Freiwillige Bürgerwehr. 1853 wurde in Graz die erste städtische Feuerwehr gegründet. Anfangs nahmen sich insbesondere Turnvereine des Feuerwehrwesens an. Die Turner wurden für die Brandbekämpfung ausgerüstet und ausgebildet. Als die Umgestaltung der alten Feuerlöscheinrichtungen in echte Feuerwehren stattfand, konnten die meisten Turnvereine dies nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Die Feuerwehr ging so oft in die Gemeinde über, oder wurde von Privaten finanziert und wurde freiwillig. Der Gedanke der Freiwilligkeit setzte sich immer mehr durch. 1900 zählte man am Gebiet des heutigen Österreichs bereits 2.677 Freiwillige Feuerwehren.[2]

Berufsfeuerwehr

Da es in Österreich derzeit noch kein Berufsbild eines Feuerwehrmannes gibt, sind die Beschäftigten bei der jeweiligen Stadt angestellt und der Feuerwehr dienstzugeteilt. Berufsfeuerwehren gibt es in Österreich in den folgenden sechs Landeshauptstädten:

  • Berufsfeuerwehr der Bundeshauptstadt Wien
  • Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt Graz
  • Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt Innsbruck
  • Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt Klagenfurt
  • Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt Linz
  • Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt Salzburg

In Wien wurde bereits 1685 eine Feuerlöschordnung mit angestellten Feuerknechten aufgestellt, sodass man die Wiener Berufsfeuerwehr als die weltweit älteste bezeichnen kann.

Betriebsfeuerwehr

In besonders gefährdeten Betrieben kann die Behörde eine Betriebsfeuerwehr vorschreiben. Diese kann aus Mitarbeitern des jeweiligen Betriebes, welche die Feuerwehraufgaben nebenbei ausüben, oder aus hauptberuflichen Mitarbeitern in ständiger Bereitschaft bestehen. Je nach Größe wird die Betriebsfeuerwehr auch in den örtlichen Alarmplänen berücksichtigt und unterstützt bei Bedarf auch außerhalb des Betriebsgeländes die örtliche Feuerwehr.

Auch wenn die Betriebsfeuerwehr nicht direkt vorgeschrieben wird, kann sich ein betriebseigener Brandschutz finanziell bei den Prämien der Feuerversicherungen mindernd auswirken.

In gewissen Industriezentren kann eine gemeinsame Betriebsfeuerwehr für mehrere Betriebe zuständig sein, wobei die Mitglieder aus allen Betrieben rekrutiert werden.

Betriebe ohne Betriebsfeuerwehr müssen, falls von der Behörde vorgeschrieben, mindestens einen Brandschutzbeauftragten nominieren, der sich mit Brandschutzwarten um die Belange des innerbetrieblichen Brandschutzes kümmert.

Pflichtfeuerwehr

Gemeinden ohne Freiwillige Feuerwehr können eine Pflichtfeuerwehr einrichten. Es gelten dieselben Bestimmungen wie für die Freiwilligen. Als einzigen Unterschied kann die Gemeinde geeignete Personen mittels Bescheid zum Feuerwehrdienst verpflichten.

In Niederösterreich ist dieser Passus seit dem Jahr 2000 aus dem NÖ Feuerwehrgesetz gestrichen. Befindet sich in der Gemeinde eine Betriebsfeuerwehr, so ist diese heranzuziehen. Besteht diese auch nicht, so kann eine Gemeinde eine Nachbargemeinde ersuchen, die Aufgaben der Feuer- und Gefahrenpolizei wahrzunehmen.

Auch in der Steiermark besteht für eine Gemeinde ohne eigene Feuerwehr die Möglichkeit, den „Löschauftrag“ an die Wehr einer Nachbargemeinde zu übertragen.

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